Ratgeber Sauna

Die Sauna – ein kleiner Ratgeber

Die Geschichte des Saunabades begann schon vor mehr als zweitausend Jahren. Irgendjemand in Ostasien fand während der Steinzeit heraus, dass erhitzte Steine und die daraus entstandenen Schwitzbäder dem Körper und der Seele gut taten.

Mit nur ein wenig Veränderung in der "Technik" eroberte diese Badegewohnheit nicht nur die Eskimos und Indianer, sondern ebenfalls den asiatischen Raum wie auch letzten Endes Europa, wo die Finnen die Vorherrschaft in puncto Saunanutzung erlangten. Doch auch in Deutschland wird das Saunen immer beliebter ... - zur Zeit wird in unserem Land die Zahl der privaten Haussaunas auf ca. 2 Millionen geschätzt, Tendenz steigend. Zum Vergleich: In Finnland gibt es ebenso viele, doch hat Finnland nur eine Einwohnerzahl von circa 5 Millionen.

In repräsentativen Umfragen konnte ermittelt werden, dass über 30 Millionen Deutsche mehr oder weniger regelmäßig Saunabaden. Vielleicht können wir den einen oder anderen Saunagänger ja zu einer eigenen Haussauna überzeugen?

Dazu haben wir Ihnen einen kleinen Sauna Ratgeber entwickelt, der Ihre Fragen über dieses Thema beantworten soll. -Falls Sie dennoch die eine oder andere Information zusätzlich benötigen, bitten wir Sie uns zu schreiben - und wir werden gerne Ihre Frage und unsere Antwort dazu hier in diesen Ratgeber aufnehmen.


Wie gesund ist ein Besuch in der Sauna?

Das, was Sie als Allererstes erleben, ist die absolute Entspannung. Ob nach dem Sport oder nach einem harten Arbeitstag – der Saunagang mit der Behaglichkeit seiner Wärme sowie mit dem nachträglich erfrischenden kalten Bad ist so angenehm, dass Sie sich innerhalb kürzester Zeit komplett erholen von allen Anstrengungen des Tages.

Doch wenn Sie auf einige kleine Punkte achten, dann können Sie das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, Ihre Gesundheit in vielen Bereichen unterstützen bzw. Krankheiten vorbeugen und sogar bekämpfen.

  1. Ihr Immunsystem wird gestärkt. Durch den Wechsel von heißer und kalter Temperatur werden Ihre Immunzellen im Körper angeregt sich zu vermehren. Sie härten Ihren Körper gegenüber vielen Krankheiten ab, zum Beispiel bei der Bekämpfung von Erkältungskrankheiten oder auch rheumatischen Erkrankungen.
  2. Auch andere Atemwegserkrankungen (wie zum Beispiel Bronchitis und Asthma) werden durch das Einatmen der feuchtwarmen Luft einer Sauna gelindert. Sie können danach viel besser durchatmen.
  3. Ihre Haut atmet nach einem Saunagang übrigens auch viel besser … - durch den Besuch der Sauna wird Ihre Schweißproduktion angeregt, Sie verlieren sehr viel Flüssigkeit, die Schadstoffe werden dadurch besser aus Ihrem Körper abtransportiert – durch Ihre Poren oder zum Beispiel die Milchsäure aus den Muskeln ins Blut und danach durch die Ausscheidung Ihres Urins.
  4. Beim Gang in die Sauna wird Ihre Körpertemperatur künstlich um ein bis zwei Grad erhöht, die Haut erwärmt sich im Durchschnitt sogar bis zu zehn Grad. Im Endeffekt weiten sich Ihre Gefäße, Ihr Blut kann besser fließen, Thrombosen und Durchblutungsstörungen gehören bald der Vergangenheit an – wenn Sie regelmäßig in die Sauna gehen, ähnlich eines wöchentlichen Fitness-Trainings. Ihr Blutdruck wird sich bald normalisieren.
  5. Ihre Gefäße werden vor allem elastisch bleiben, wenn Sie immer nach dem heißen Saunagang eine kalte Dusche nehmen. Durch diese plötzliche Kälte ziehen sich Ihre zunächst geweiteten Gefäße plötzlich zusammen und werden so trainiert, flexibel zu werden.
  6. Sie verlieren bei einem Saunagang Gewicht, doch hat dies nichts mit Abnehmen von Fettpölsterchen zu tun, da Sie nur durch das Ausschwemmen von diversen Körperflüssigkeiten Ihr Gewicht reduzieren. Da Sie danach wieder Wasser zuführen sollten, wird der Flüssigkeitsverlust somit wieder ausgeglichen.

 

Gibt es Krankheiten, mit denen ich nicht in die Sauna gehen sollte?

Grundsätzlich gilt Eines: Wenn Sie mit einer chronischen Erkrankung bisher noch keine Erfahrung mit dem Besuch einer Sauna haben sollten, dann fragen Sie bitte vorher immer Ihren Arzt, wie häufig und mit welchen Temperaturen Sie sich den Saunagang zumuten dürfen.

Bei akuter Erkältung ist der gemeinschaftliche Besuch einer Sauna nicht empfehlenswert – vor allem, weil die feuchtwarme Luft die Verbreitung von Viren und Bakterien unterstützt.

Achten Sie auf Ihre Körpersignale! – Der Saunagang soll Ihnen gut tun. Falls sich Ihr Körper in diesem Moment wirklich unwohl fühlt, dann bleiben Sie besser nur kurz in der heißen Sauna und verlängern Sie Ihre Ruhephasen.


Wie häufig sollte ich in die Sauna gehen?

Wichtig ist, dass Sie regelmäßig in die Sauna gehen. Einmal in der Woche sollte es schon sein, weil viele gesundheitliche Verbesserungen, wie zum Beispiel die Weitung Ihrer Gefäße, so lange anhalten.

Während Ihres Saunabades sollten Sie den Wechsel zwischen Schwitzen und Abkühlen zwei- bis dreimal wiederholen. Mehr als drei Gänge jedoch nicht, wobei ein Gang maximal fünfzehn Minuten dauern sollte, um noch so angenehm wie möglich zu sein. Ihre Ruhepausen sollten dabei mindestens genau so lange dauern wie Ihr Aufenthalt in der heißen Sauna.


Wie sauniere ich richtig – worauf sollte ich achten?

Am Einfachsten ist es, ein kleines „Regelwerk“ aufzustellen, so haben Sie gleich eine schöne Übersicht:


Vorher:

  1. Trinken Sie ausreichend. Denken Sie daran, dass Sie nach zwei Saunagängen ca. ein Liter Schweiß verlieren. Gehen Sie daher nie in die Sauna, ohne vorher getrunken zu haben, sonst laufen Sie Gefahr, innerhalb kürzester Zeit auszutrocknen!
  2. Gehen Sie weder hungrig noch mit zu vollem Magen in die Sauna – beides tut Ihrem Kreislauf nicht gut. Verzichten Sie bitte auf Knoblauchgenuss, denn dieser „Duft“ breitet sich über Ihre Poren sehr intensiv in der ganzen Sauna aus.
  3. Legen Sie Schmuck, Uhr und Handy vor dem Saunagang ab. Metall wird in der Sauna extrem heiß.
  4. Duschen Sie vor dem Gang in die Sauna, aber trocknen Sie sich gründlich ab. Zum einen wird der Fettfilm Ihrer Haut, werden Ihre Körpergerüche und Kosmetikrückstände beseitigt, zum anderen können Sie mit sauberen Poren und trockener Haut umso besser schwitzen.


Während:

  1. Sie benötigen Badeschuhe und ein großes Handtuch. Sie sitzen oder liegen unbekleidet auf Saunatüchern.
  2. Am besten ist, wenn Sie zwar intensiv, aber relativ kurz schwitzen. Acht bis fünfzehn Minuten genügen pro Gang.
  3. In den letzten paar Minuten ist es besser zu sitzen, um Ihren Kreislauf darauf vorzubereiten, dass Sie gleich aufstehen werden.
  4. Nach dem Schwitzen sollten Sie sich kalt oder lauwarm abduschen und Sauerstoff tanken. Gehen Sie an die frische Luft oder öffnen Sie kurz ein Fenster.
  5. Die Ruhepause während der Saunagänge sollte mindestens so lange dauern wie Ihr Aufenthalt in der Sauna.


Danach:

  1. Trinken Sie nach Ihrem letzten Saunagang ausreichend – jedoch auf keinem Fall Alkohol!
  2. Vermeiden Sie direkt nach dem Saunagang weitere sportliche Aktivitäten. Diese würden Ihren Kreislauf zu sehr belasten.

 

Gibt es Unterschiede zwischen bestimmten Sauna-Anwendungen?

Wenn wir die Höhe der Temperaturen als erstes Unterscheidungsmerkmal nehmen, dann können wir schon vier verschiedene Arten bestimmen:

  1. Bei einer relativ niedrigen Temperatur von ca. 40 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von ca. 60 Prozent liegt die Kräuter-Sauna. Frische Kräuter oder Essenzen in einem Wasserbad lösen sich langsam, es verbreitet sich ein angenehmer Duft und je nach Kräuterart können Sie damit gesundheitsfördernde Maßnahmen einleiten.
  2. Bei Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von ca. 50 bis 60 Prozent können Sie das sogenannte Softdampfbad nehmen, das häufig auch als Bio-Sauna bezeichnet wird, wenn Sie gleichzeitig bestimmte Farbspektren im Licht einbeziehen.
  3. Bei ähnlichen Temperaturen, dafür aber mit einer geringen Luftfeuchtigkeit von zehn bis zwanzig Prozent redet man von einem Warmluftbad. Diese Art des Saunaganges ist besonders bei Rheumakranken beliebt.
  4. Die sogenannte Finnische Sauna wird besonders heiß genossen. Im Durchschnitt liegen die Temperaturen zwischen 80 und 100 Grad, kann als Trockensauna wie auch als Aufguss-Sauna genutzt werden. Natürlich können Sie auch diverse Kräuteressenzen als Beigabe nutzen, beliebt sind auch Birkenessenzen.

 

Was ist der Vorteil der sogenannten Stimulation durch Farblicht?

Viele Heimsaunas bieten diese Farblicht-Stimulation an. Ansonsten finden wir sie sehr häufig in den sogenannten Biosaunen und Softdampfbädern. Licht beeinflusst alle Lebewesen, ja selbst Pflanzen benötigen verschiedene Lichtspektren zum Wachsen oder Blühen. Unser Körper wird ebenfalls durch das Licht in allen biologischen Funktionen unterstützt und hat je nach Spektralfarbe die ein oder andere spezielle Wirkung.

  • Rot steigert Ihr körperliches Wohlbefinden und regt Ihre Körperfunktionen an.
  • Blau wirkt beruhigend auf Körper und Seele.
  • Grün beruhigt ebenfalls, wirkt aber zusätzlich regenerierend auf Ihren Körper. Sie erholen sich wesentlich schneller.
  • Gelb muntert Sie auf und stärkt Sie für den Tag und für neue Aufgaben.


Welche Aufguss-Zusätze kann ich nehmen?

Die am meisten genutzten Zusätze sind besondere ätherische Öle oder die sogenannten naturidentischen Aromastoffe. Neben den Kräuteraufgüssen mit Kamille, Melisse, Rosmarin oder Lavendel sind Eukalyptus, Pfefferminz oder Nadelbaumöle sehr beliebt. Seit einiger Zeit werden die Fruchtaromen beliebter - unter anderem Zitrusfrucht, wie Zitrone, Orange oder Mandarine, dann Apfel, Erdbeere, Kirsche oder Pflaume. Probieren Sie einfach verschiedene Düfte aus.

Es gibt noch besondere Aufgüsse, wie Honig-Aufguss, Salz-Aufguss, Bier-Aufguss etc., die verschiedene Auswirkungen auf das Saunen haben, mal hautreinigend, mal besonders angenehm bei Erkältungen und Nebenhöhlenentzündungen sind, oder einfach nur ein angenehmes Aroma in der Sauna verbreiten.


Wie beheize ich meine Heimsauna?

Die meisten Heimsaunen werden durch Elektroöfen beheizt, die mit so genannten Saunasteinen gefüllt sind. Je nach Bauart können dies bis zu 100 kg Steine sein, die besonders hohen Qualitätsanforderungen gewachsen sein müssen. Zum Beispiel müssen sie sehr wärmeleitend sein, dazu eine möglichst hohe Dichte haben und nicht zur Rissbildung neigen.

Es werden (gerade für Heimsaunen) bestimmte Saunasteine angeboten. Beim Kauf Ihres Saunaofens ist die erste Steinfüllung schon immer dabei, achten Sie aber auch später auf eine hohe Qualität. Natursaunasteine sind aus speziell gehärtetem Granit, aus so genannten Olivindiabas-Steinen oder Perioditgestein. Diese Materialien sind besonders widerstandsfähig gegenüber den extremen Temperaturschwankungen einer Sauna – und natürlich frei von Schadstoffen.

Unterhalb Ihres Ofens ist meist die Frischluftzufuhr. Durch die Luftströmung und den dadurch erreichten Luftaustausch wird ein hoher Sauerstoffgehalt in der Sauna erlangt. Die Heizschlangen Ihres Ofens erwärmen die Steine und durch ein ausgeklügeltes System von ausgeglichenem Verhältnis zwischen Strahlungswärme und Strömungswärme wird somit dann die Sauna beheizt.

Die heiße Luft steigt zunächst nach oben. Deshalb sollten Sie eine Vorheizphase von ca. 45 Minuten einplanen, bis Sie das spezielle Saunaklima erhalten. Erst dann sind auch die Bänke und Wände vollständig erwärmt und Sie werden sich bei Ihrem Saunagang wohl fühlen.

Sauna Temperaturverteilung

Wo bekomme ich meine neue Sauna?

Wir von EAGO Deutschland bieten Ihnen Heimsaunen in verschiedenen Variationen an. Schon für unter dreitausend Euro erhalten Sie die wohltuende Heimsauna als Basismodell. Alle unsere Modelle arbeiten besonders energiesparend und sind leicht bedienbar. Sie werden die Annehmlichkeiten einer Sauna, diese regelmäßig erlangte Entspannung und Ihren Wellnessbereich zu Hause garantiert nicht mehr missen wollen. In unseren Onlineshop für SaunenAussenwhirlpools und Badeinrichtung können Sie Ihre Wunschsauna bequem online kaufen.